Zur Halbzeit geht es zu einer legendären Brauerei in Dottignies: De Ranke. Nino Bacelle hatte eine Limonadenfabrik mit seinem Bruder übernommen, dazu gehörte auch ein Getränkehandel. Die Limonadenproduktion wurde 1989 aufgegeben. Seit 1981 schon braute Nino als Hobby bei ihm zu Hause. 1994 beschließt er nach vielen Experimenten, sein erstes Bier auf den Markt zu bringen, das Guldenberg. Während 11 Jahren wurde bei Deca gebraut, bekannt für die Vleteren Biere. In dieser Zeit entstanden auch das XX Bitter und das Père Noël. 2005 entschloss man sich dann, eine eigene Brauerei zu installieren und unabhängig zu werden. Die Besonderheit bist heute ist, dass mit ganzen Hopfendolden gearbeitet wird, was den Bieren ihre unverkennbare Bittere verleiht. Und für das Hop Harvest einmal im Jahr wird frischer Hopfen direkt vom Feld verbraut.
Die Brauerei kann auch besichtigt werden, Freitags und Samstags gibt es Führungen in verschiedenen Sprachen. Der Taproom ist auf jeden Fall auch einen Besuch wert, mit Bieren vom Fass und Wurst und Käse als Begleitung.
Das San Francisco Porter ist eine Hommage an die Anchor Brewing Company aus San Francisco, die leider 2023 schließen musste nach 127 Jahren. Hier wurde seit 1972 das erste moderne American Porter gebraut und definierte diesen Stil.
Fast schwarz im Glas, mit einem kompakten, cremigem Schaum, der an Espresso erinnert. Intensive Röstaromen, vermischt mit grünen Kräutern. Seidig weich im Antrunk, mit feiner Kohlensäure schlägt die Bittere direkt zu, allerdings gebettet auf einer süßen Unterlage. Im Nachgang kommt dann der Kaffee zum Vorschein in Begleitung vom Hopfen. Eine Bombe aus Leichtigkeit, Süße und Röstbittere
Food-Pairing: Shepherd’s Pie, gereifter Cheddar
Mario „Bolle“ Jates

