16. Dezember

Bier: Gruut Inferno
Brauerei: Gentse Stadsbrouwerij
Stil: Strong Pale Ale/ Herbed Ale
Alc.: 9% 
Trinktemperatur: 8-9 °C 
Glas: 

Die Gentse Stadsbrouwerij wurde 2009 von Annick de Splenter, der Tochter von Yvan de Splenter, dem früher unter anderem die Liefmans Brauerei gehörte. Sie hat erst Brauwesen studiert und anschliessend einen Bio-Chemie Kurs hinterher geschoben, vor allem um sich mit den mittelalterlichen Zutaten auseinander zu setzen. Denn ihre Idee war es, die typischen Biere aus diesen Zeiten wieder aufleben zu lassen. Und da es keine konkreten Aufzeichnungen darüber gibt, was genau im sogenannten Gruß verarbeitet wurde, musste viel ausprobiert und getestet werden.

Gruut oder Gruit wurde von dem jeweiligen Herrscher zusammen gemischt und dann an diejenigen verkauft, die Bier brauen wollten. Es war also quasi die erste Form von Biersteuer. Später wurde das Gruut durch den aufkommenden Hopfen verdrängt. Dieser wurde schon auf der rechten Seite von Gent genutzt, die Linke war bis dahin unter der Herrschaft der Franzosen. Deshalb auch der Hinweis auf dem Hals-Etikett „Brewed on the left Bank of the river Leie, Ghent“.

Das Gruut Inferno kommt gold-blond ins Glas, in der Nase würzig und ein Aroma von Zitrus-Früchten. Koriander und eine Idee von Brot im Gaumen, Pfeffer, bei vollem Körper. Die 9% sind wunderbar verpackt, im Abgang dann noch leicht trocken. Das Gruut gibt dem ganzen einen gewissen Touch und macht dieses Bier zu etwas ganz besonderem.

Dazu empfehle ich ein typisches Gericht aus Gent,  Waterzooi, nach dem Rezept von Onze dagelijkse kost.

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