2. Dezember

2. Dezember

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Bier: Scotch Silly
Brauerei: Brasserie de Silly
Stil: Scotch Style Belgian Ale
Alc.: 8% VOL
Trinktemperatur: 6-9 °C
Glas: scotch tulpe1 tassescotch

Um das Wochenende gebührend einzuleiten gibt es heute ein Scotch der Brasserie de Silly aus, wie der Name schon sagt, Silly in der Provinz Hennegau. Sie besteht bereits seit 1850 und wird in sechster Generation von den Vettern Lionel und Bertrand Van der Hagen betrieben. Auch ihre Väter Jean-Paul und Didier sind nach wie vor sehr aktiv mit dabei. In der Zeit des ersten Weltkriegs schafften sie es ihre Kupferkessel vor den deutschen Besatzern zu verstecken und konnten so zwischen den beiden Weltkriegen wachsen. Die angrenzende Schule wurde gekauft und bot Platz für die Abfüllanlage.
Insgesamt produziert Silly mit ihren 21 Mitarbeitern 15000 Hektoliter pro Jahr,  verteilt auf rund 15 verschiedene Biere darunter ein Bio-Pils, ein IPA, ein Sour und die Reihe “Double Enghien”.
Hier ein kurzes Video das die Brauerei und den kompletten Prozess bis zum fertigen Bier aufzeigt, in diesem Fall das Silly Bio-Pils.

Das Scotch entstand in der schon beschriebenen Zeit des ersten Weltkriegs und wurde zusammen mit dem schottischen Soldaten Jack Peyne entwickelt. Er war mit seinem Regiment in der Nähe von Silly stationiert und suchte für sich und seine Kameraden eine Möglichkeit an ihr geliebtes Scotch Ale zu kommen. Da es aber nicht genügend Rohstoffe gab wurde kurzerhand Hopfen aus Kent geordert. Dieser Hopfen, Kent Golding, wird heute noch immer, zusammen mit dem Hopfen Hallertau, für das Scotch verwendet. Nach dem Krieg ließ sich Jack in Silly nieder, heiratete und arbeitete noch viele Jahre in der Brauerei.

Die Farbe ist typisch dunkelbraun. Toffee, Karamell, brauner Zucker und Haselnuss sind die dominierenden Aromen. Ein klassisches Scotch Ale mit einem belgischen Augenzwinkern.

Zum Thema Food-Pairing oder Kochen mit Bier macht es mir die Brasserie de Silly sehr einfach, bieten sie doch zu fast jedem ihrer Biere eigene Rezepte auf ihrer Internet-Seite an. Ich habe mich einfach mal für die Lamm-Spieße entschieden, das Rezept findet ihr unter folgendem Link.
Wer sein Bier nicht zum Kochen verwenden möchte kann es natürlich auch zu einem Stew (carbonade flamande) oder als Nachtisch zum Käsekucken oder einer Crême brûlée genießen.

bollecious

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