4. Dezember

4. Dezember
Bier: Farang
Brauerei: D'Oude Maalderij
Stil: Tripel / Spiced Beer
Alc.: 8% 
Trinktemperatur: 7-10 °C
Glas: tulpe1

Die heutige Brauerei war mal wieder eine dieser zufälligen Entdeckungen. Auf der Suche nach Bieren für den Kalender stieß ich auf das heutige Bier. D’Oude Maalderij war mir zwar ein Begriff, hatte bis dato aber noch kein Bier davon probiert. Also einfach mal bestellt und nichts wie hin, nach Izegem. Jef Pirens, der Brauer und Besitzer, empfing mich sehr herzlich, und zuerst wurde mal an der Theke in der an die Brauerei angeschlossenen Kneipe gefachsimpelt. Danach ging es ins Lager und auf dem Weg dorthin musste ich ihm gestehen, dass ich das von mir bestellte Bier noch nie getrunken hatte. Das fand er dann so witzig, dass er mir direkt mal mehrere Flaschen aus seinem Sortiment einpackte und zum Schluss auch noch einen Adventskalender bestellte. Was will man mehr! Und in die Kneipe muss ich unbedingt nochmal zurück, urige Atmosphäre und eine unglaubliche Auswahl an Fass- und Vintage-Bieren.

Alles fing 2011 in einer alten Mühle, daher der Name, in Koolskamp an. Im September 2015 eröffnete Jef dann seine eigene Kneipe in Izegem und ein Jahr später wurde dort dann auch eine 10hl Anlage in Betrieb genommen. Alles eine One-Man-Show, die für ihn sehr gut funktioniert und wo er sich auch frei entfalten und seinen Ideen freien Lauf lassen kann. So sind im Laufe der Zeit sehr viele neue Biere hinzugekommen, es wird fassgelagertes produziert und auch eine eigene Serie von One-Shots kreiert unter dem Namen Homo Beerectus.

Farang ist der in Thailand übliche Begriff für Ausländer mit weißer Hautfarbe. Dieser Name wurde ausgewählt, da in diesem Bier Galanga zum Einsatz kommt, ein Gewürz, ähnlich dem Ingwer, das in fast allen thailändischen Gerichten Verwendung findet. Durch den Einsatz von reichlich Malz und belgischem Hopfen und Piment d’Espelette (Gorria) entsteht also ein Thai-Style Tripel.

In der Nase dominiert Galanga, hinzu kommt eine würzige, pfeffrige Note, Aprikose und Brot. Im Mund leicht fruchtig und leicht würzig, an Ingwer erinnernd. Im Abgang dann hopfig und leicht alkoholisch, die Würze kommt hier wieder ein bisschen besser zur Geltung. In Verbindung mit scharfem thailändischen Essen zu geniessen! Oder wie Jef sagt:  Leer proeven, durf genieten! Learn to taste, dare to enjoy!

bollecious

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